Aus unserem Leben

Berchtesgaden

Heute möchte ich euch über ein Reiseerlebnis berichten, das neben der Kuriosität auch etwas Besonderes hatte.

Aber nun erst mal zu meinem Erlebnis, das ich in einem Urlaub in Bayern hatte. Dort haben wir uns mit unserer Familie ein sehr schönes Ferienhaus gemietet für 14 Tage, dazu muss man sagen, es waren noch D-Mark Zeiten und das Geld hielt sich nicht krampfhaft in der Geldbörse fest, wie das Heutzutage der Fall ist. Ich war in dem zarten Alter von 11 Jahren und unser Ferienhaus war auf einem etwas höher gelegenen Berg, der einem noch größerem Berg gegenüber stand, dem eigentlich recht gut bekannten Watzmann in den Berchtesgadener Alpen. Da ich persönlich von der Nordsee komme, war das natürlich mal was anderes, ein herrlicher Ausblick einfach.

Keine 50 Meter von unserem Ferienhaus war ein relativ großer Wald, der sein Ende naher einer Bergspitze fand. In diesem Wald stand eine kleine Jägerhütte die komplett leer gewesen ist, ein perfekter Spielplatz für uns Kinder also. Dort haben wir viele freie Stunden verbracht und auch unser besonderes und kurioses Erlebnis gehabt. Immer wenn wir dort spielten, waren wir nicht allein. Wir wurden stetig von einem kleinen Fuchs beobachtet, der sehr neugierig und interessiert schien. Kinder wie wir nun einmal waren, haben in der Schule natürlich gelernt, was so ein Fuchs isst und ja zugegeben, wir haben ihn in unserem kindlichen Leichtsinn täglich in unserem Urlaub gefüttert, wir haben es ja schließlich nur gut gemeint. Am 12.Tag vor unserem Urlaub, gingen wir natürlich wieder dort in der verlassenen Jägerhütte spielen, bis wir ein kratzen an der Tür bemerkten. Wir öffneten die Tür und der Fuchs kam langsam in die Hütte rein. Wir haben in der Schule natürlich auch gelernt, das Füchse die nicht mehr Scheu waren, vermutlich unter Tollwut leiden. Wir hatten Angst, bis wir dann feststellten, das der Fuchs nicht in böser Absicht gekommen war, sondern uns anbettelte, was wohl daraus resultierte, das wir Ihn regelmäßig etwas zu essen gegeben haben. Wir wurden immer mutiger und trauten uns irgendwann einmal den Fuchs, dem wir mittlerweile den originellen Namen Fuchsi gegeben hatten zu streicheln. Leider war dies erfolglos und der Fuchs ergriff die Flucht.

Nach ungefähr 15 Minuten kam er allerdings wieder und holte sich seine Portion essen ab, die wir bereitgelegt hatten. Am letzten Tag unseres Urlaubs passierte dann etwas Merkwürdiges. Wir gingen wieder in den Wald um dem Fuchs auf Wiedersehen zu sagen, wir sprachen natürlich mit dem Fuchs und bemerkten dann, das der Fuchs ohne die letzte Mahlzeit zu essen gegangen ist und es kann natürlich auch Einbildung gewesen sein, aber ich hatte den Eindruck, das er ein trauriges Gesicht gemacht hat. Besonders an diesem Erlebnisurlaub war einfach, das wir es in kurzer Zeit geschafft haben, einen Fuchs halbwegs zu zähmen und wir für den Zeitraum den wir dort verbracht haben, einen weiteren Spielkameraden gefunden haben von dem wir wohl noch unseren Enkelkindern erzählen werden, die Angst die man Kindern in Bezug auf Füchsen macht, mag natürlich seine Berechtigung haben, aber wir waren sehr positiv beeindruckt und möchten diese Erfahrung in unserem Urlaub nicht missen.